Posted on: Mai 1, 2020 Posted by: Jörg Gerl Comments: 0

Stand: 01.02.2020

DGNB (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen)

Zitat DGNB e.V.: „Um die Qualität von nachhaltigem Bauen erfass- und bewertbar zu machen, hat die DGNB 2009 ein ganzheitliches Zertifizierungssystem entwickelt, das die Umwelt, den Menschen und die Wirtschaftlichkeit gleichermaßen einbezieht und das über den gesamten Lebenszyklus. Als Planungs- und Optimierungstool zur Bewertung nachhaltiger Gebäude und Quartiere entwickelt, hilft dieses dabei, die reale Nachhaltigkeit in Bauprojekten zu erhöhen. Das DGNB System ist weltweit in der Anwendung und bewertet die Gesamtperformance eines Projekts anstatt einzelner Maßnahmen.“

Minergie

Zitat Minergie: „Minergie ist ein Schweizer Baustandard für neue und modernisierte Gebäude. Die Marke wird von der Wirtschaft, den Kantonen und dem Bund gemeinsam getragen und ist vor Missbrauch geschützt. Im Zentrum steht der Komfort – der Wohn- und Arbeitskomfort von Gebäudenutzern. Ermöglicht wird dieser Komfort durch eine hochwertige Gebäudehülle und eine systematische Lufterneuerung. Minergie-Bauten zeichnen sich zudem durch einen sehr geringen Energiebedarf und einen möglichst hohen Anteil an erneuerbaren Energien aus. Minergie sorgt für eine Qualitätssicherung in der Planungs-, Bau- und Betriebsphase. Die drei bekannten Gebäudestandards Minergie, Minergie-P und Minergie-A stellen sicher, dass bereits in der Planungsphase höchste Qualität und Effizienz angestrebt wird. Mit dem Zusatz ECO werden zudem die beiden Themen Gesundheit und Bauökologie berücksichtigt. Der Zusatz MQS Bau richtet sich an Bauherren und Planer, welche die anspruchsvollen Vorgaben am Bau garantiert haben möchten. Der Zusatz MQS Betrieb bietet einen einfachen und wirksamen Betriebscheck und «PERFORMANCE» ist die begleitete Betriebsoptimierung für grössere Gebäude. Beide Produkte stellen einen optimalen Betrieb und damit höchsten Komfort in der Betriebsphase sicher.“

BREEAM


BREEAM (Building Research Establishment Environmental Assessment Methodology) ist ein ursprünglich aus Großbritannien stammendes Bewertungssystem für ökologische und soziokulturelle Aspekte der Nachhaltigkeit von Gebäuden.
Zuerst wurde es von Building Research Establishment (BRE) 1990 publiziert. Das System wurde von einem britischen Forschungsinstitut entwickelt. Mehr als 250.000 Gebäude sind von BREEAM zertifiziert und über 1 Million zur Zertifizierung registriert, die meisten davon in Großbritannien.

Es gibt folgende Kategorien:
– BREEAM Bestand (BREEAM In-Use)
– BREEAM Modernisierung (BREEAM Refurbishment)
– BREEAM Neubau (BREEAM New Construction)
– BREEAM Neubau außerhalb des Vereinigten Königreiches (BREEAM International New Construction)
– BREEAM Stadtquartiere (BREEAM Communities)

Bewertet werden unter anderem die Punkte Energieverbrauch, Wasserverbrauch, Komfort, Materialien, Bodenverbrauch.

LEED

Das amerikanische Zertifizierungssystem LEED® (Leadership in Energy and Environmental Design) ist ein System zur Bewertung der Nachhaltigkeit von Gebäuden. Es wurde durch den U.S. Green Building Council (USGBC) entwickelt, einer NGO und Non-Profit-Organisation, die im Jahre 1993 mit Sitz in Washington D.C. gegründet wurde.
Das USGBC bietet verschiedene Zertifikatskategorien an. So wird beispielsweise nach der Art des Projektes (Neubau, Bestand etc.) oder nach der Gebäudenutzung (Büro, Wohnen, Schulen etc.) unterschieden. Die konkreten Unterscheidungsmerkmale sind in Regelwerken definiert.

Auszeichnungsstufen:
– Certified: 40-49 Punkte
– Silver: 50-59 Punkte
– Gold: 60-79 Punkte
– Platinum: 80+ Punkte

Bewertet werden sieben Themenfelder. Jedes Themenfeld besitzt unterschiedlich viele „Credits“ (Kriterien), die es zu bewerten gilt:
– SS Sustainable Sites / Standort und Lage des Gebäudes Bewertung der Wirkungen und Belastungen auf die lokale Umwelt durch den Bauprozess sowie durch das Gebäude selbst.
– WE Water Efficiency / Wassereffizienz Bewertung des spezifischen Trinkwasserverbrauchs
– EA Energy and Atmosphere / Energie Betrachtung des Energiebedarfs und -verbrauchs. Bewertet werden unter anderem die Energieeffizienz des Gebäudes, der Anteil an regenerativen Energieträgern, die geordnete Inbetriebnahme der Anlagentechnik sowie das zur Klimatisierung verwendete Kältemittel.
– MR Materials and Resources / Materialien und Ressourcen Bewertet wird der Lebenszyklus und die Ressourceneffizienz bei der Gewinnung und Verarbeitung, Transport, Rückbaubarkeit und Recyclingfreundlichkeit der eingesetzten Materialien.
– IEQ Indoor Environmental Quality / Innenraumluftqualität Die Bewertung des Nutzerkomforts erfolgt in den Einzelkriterien Innraumluftqualität, visueller, thermischer und akustischer Komfort sowie dem Nachweis für ein rauchfreies Gebäude.
– IO Innovation and Design Process / Innovationen und Planungsprozess Der Einsatz von innovativen und neuen Technologien im Projekt und eines ausgebildeten LEED-Spezialisten (LEED AP) im Projektteam werden positiv bewertet.
– RP Regional Priority Credits / Regionalität Priorisierung und Bewertung von geografischen und lokalspezifischen Umweltaspekten.

LEED basiert auf US Standards (ASHRAE, ASTM, ANSI), nicht auf DIN/EN/ISO-Normen.

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